1 Stunde circa.
Hat Google Maps gesagt.

1 Stunde… oder halt 2,5

Nach ungefähr 2,5 Stunden war ich noch immer irgendwo am Berg.
Zwischen Felsen, Spinnennetzen und Ziegen.
Und viel zu viel Sonne im Gesicht.

Ich hab mich natürlich wiedermal verlaufen.
Und diesmal sogar ganz ohne Navi.

 

Zwischen Fluchen und Lachen

Ich hab manchmal echt geflucht.

So richtig.

Auf der Autofahrt hab ich mir gedacht, ich nehm dieses scheiß Navi und schmeiß es einfach irgendwo runter.

Und dann steh ich da oben, zwischen losen Felsen,
die Sonne brennt mir ins Gesicht, kein Plan, wo ich eigentlich genau bin…

und muss plötzlich lachen.

Weil ich mir gedacht hab:

Malaka.
Dann machen wir halt ein Abenteuer draus. 😄

 

Der Moment, wo sich in dir was bewegt

Und genau da ist was passiert.

Nicht im Außen.
Sondern in mir.

Weil ich aufgehört hab, dagegen anzukämpfen.

Ich hab damit aufgehört, dass es „richtig“ laufen muss.
Dass ich jetzt bitte einfach endlich in Kalypso ankommen soll.

Stattdessen hab ich meinen Umweg zu einem reinen Abenteuer mit einer Menge Spaßfaktor gemacht.

 

Ankommen in Kalypso (anders als gedacht)

Und schließlich bin ich doch noch irgendwann angekommen.

Völlig zerkratzt.
Verschwitzt.
Mit knallrotem Kopf.

Aber ich war da.

Und es hat sich wahrscheinlich 100 Mal besser angefühlt,
als wenn ich einfach runtergefahren wäre.

 

Warum Umwege oft die besseren Geschichten sind

Im Nachhinein hab ich mir gedacht:

Was hätte ich alles verpasst, wenn ich einfach direkt nach Kalypso gefahren wäre?

  • diese komplett absurden Stunden da oben am Berg
  • dieses Lachen über mich selbst
  • und diese Landschaft, die ich sonst nicht gesehen hätte

Und genau solche Erlebnisse sind es, die im Endeffekt hängen bleiben.

 

Der Weg ist halt nicht immer geradlinig

Und ich würde sagen, das ist auch so ein bisschen die „Moral“ aus der Geschichte.

Wege sind nicht immer geradlinig.

Egal ob:

  • beim Reisen
  • im Job
  • in Beziehungen
  • oder einfach im Leben

Und vielleicht ist genau das der Punkt.

 

Ziel vs. Weg

Wir sind oft so fokussiert auf:

– ankommen
– effizient sein
– weiterkommen

Aber…

wenn du dann dort bist – was machst du dann?

Bist du wirklich zufrieden?
Oder brauchst du gleich das nächste Ziel?

 

Was ich für mich mitgenommen habe

Ich hab auf diesem Trip gemerkt:

Ich will nicht einfach nur irgendwo ankommen.

Ich will den Weg dorthin auch erleben.

Mit allem, was dazugehört.

Auch mit den falschen Abzweigungen.
Auch mit den Momenten, wo ich am liebsten schreien und fluchen würde und mir denke:

„Warum mach ich das gerade eigentlich?“

 

🎧 Podcast zur Folge

Ich hab diese Wanderung und meine Gedanken dazu in einer neuen Podcast festgehalten.

🎙️ „Auf Umwegen durch Kreta – von Plakias nach Kalypso“

 

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Wenn du gerade irgendwo hin willst.
Oder das Gefühl hast, du musst schnell weiter.

Dann frag dich vielleicht kurz:

Warum eigentlich?

Und was übersiehst du gerade,
weil du so sehr auf dein Ziel fokussiert bist?

Vielleicht bist du gerade gar nicht „falsch“ unterwegs.