“In ein paar Jahren gehe ich in Pension. Dann komme ich auch nach Kreta.”

Diesen Satz höre ich in letzter Zeit erstaunlich oft.

Oder:

“Irgendwann erfülle ich mir diesen Traum.”

Vielleicht kennst du diese Gedanken auch von dir selbst. Vielleicht geht es dabei gar nicht ums Auswandern oder ums Leben am Meer. Vielleicht ist es ein anderer Traum, den du schon lange mit dir herumträgst.

Die Frage ist nur:

Was, wenn dieses „Irgendwann“ nie kommt?

 

Warum wir unsere Träume auf später verschieben

Es gibt viele gute Gründe, warum wir Entscheidungen nicht sofort treffen.

Manchmal sind es tatsächlich die Lebensumstände.

Vielleicht fehlen finanzielle Möglichkeiten. Vielleicht gibt es familiäre Verpflichtungen oder gesundheitliche Herausforderungen.

Oft steckt aber noch etwas anderes dahinter.

Wir erzählen uns selbst, warum es gerade nicht geht.

  • Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt.
  • Ich bin noch nicht bereit.
  • Ich muss zuerst noch …
  • Vielleicht später.

Mit jedem Jahr wird aus diesem Gedanken eine Gewohnheit.

Und irgendwann wird aus „Irgendwann“ ein „Nirgendwann“.

    Mein Weg nach Kreta begann lange vor dem Umzug

    Wenn mich heute Menschen fragen, wie ich auf Kreta gelandet bin, klingt die Antwort oft einfacher, als es tatsächlich war.

    Die Entscheidung ist nicht von heute auf morgen gefallen.

    Sie begann mit einer Sehnsucht nach dem Meer.

    Mit Zweifeln.

    Sogar Angstzuständen.

    Mit der Frage, wie ich überhaupt von Griechenland aus arbeiten könnte.

    Während der Covid-Zeit entschied ich mich deshalb, mich neben meinem Vollzeitjob selbstständig zu machen. Ich absolvierte Weiterbildungen, lernte neue Online-Tools kennen und gewann nach und nach meine ersten Kund:innen.

    Ich wusste nicht, ob es tatsächlich funktionieren würde.

    Aber ich wollte meinem Traum zumindest eine Chance geben.

     

    Es gibt nicht den einen richtigen Weg

    Genau deshalb führe ich auch Interviews mit Menschen, die heute auf Kreta leben und arbeiten.

    Denn jeder Weg sieht anders aus.

    Der eine arbeitet im Tourismus.

    Die nächste hat sich online selbstständig gemacht.

    Andere haben sich vor Ort Schritt für Schritt etwas aufgebaut oder arbeiten im Homeoffice für Unternehmen im Ausland.

    Es gibt nicht den perfekten Plan.

    Aber es gibt doch so einige Möglichkeiten.

    Vielleicht liegt die größte Herausforderung gar nicht darin, den richtigen Weg zu finden.

    Sondern überhaupt zu glauben, dass es einen geben könnte.

     

    Was hält dich wirklich zurück?

    Natürlich kann nicht jeder morgen einfach so seinen Koffer packen und losziehen.

    Aber manchmal lohnt es sich, ehrlich hinzuschauen.

    Liegt es wirklich an den äußeren Umständen?

    Oder fehlt gerade einfach eine Idee, wie es funktionieren könnte?

    Vielleicht ist es genau dieser erste Gedanke, der später alles ins Rollen bringt.

     

    Mein Fazit

    Ich möchte niemandem erzählen, dass jeder sofort auswandern oder sein ganzes Leben umkrempeln soll – oder kann.

    Aber ich glaube, wir dürfen unsere Träume ernst nehmen.

    Nicht irgendwann.

    Sondern heute.

    Vielleicht nicht direkt mit der großen Entscheidung.

    Aber mit dem ersten kleinen Schritt.

    Und genau so hat auch mein Weg nach Kreta begonnen.

     

    🎧 Zur Podcastfolge

    In der aktuellen Folge von Working with Sea View – Crete & Beyond erzähle ich von meinem Weg nach Kreta, meiner Arbeit als Freelancerin und weiteren unterschiedlichen Möglichkeiten, sich ein Leben auf der Insel aufzubauen. Außerdem spreche ich darüber, warum unser eigenes Mindset oft entscheidender ist als der vermeintlich perfekte Zeitpunkt.

     

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    Vielleicht nimmst du aus diesem Artikel nicht den perfekten Plan mit.

    Aber vielleicht genau den Gedanken, den du gerade gebraucht hast. 🌊