Eigentlich wollte ich eine andere Podcastfolge aufnehmen.

Dreimal habe ich versucht, sie einzusprechen. Dreimal ist etwas schiefgelaufen. 😄

Irgendwann wurde mir klar: Vielleicht soll es heute gar nicht um die ursprünglich geplante Folge gehen.

Sondern um eine Verknüpfung zu meinem Gedankenkarussell rund um das Thema Freiheit, in dem ich zuletzt vor rund drei Monaten so richtig wild im Galopp dahingeritten bin.

 

Warum Freiheit auf einmal wieder Thema wurde

Bei meinem kürzlichen Roadtrip nach Triopetra und Agios Pavlos auf Kreta habe ich mich nämlich wieder in einem ähnlich intensiven Gedankenkreisel wiedergefunden, so wie damals nach meinem ersten Treffen mit dem lieben Adel dem Reisenden.

Bei Triopetra habe ich wieder dieses Gefühl bemerkt, das ich schon von früher kenne.
Dieses: „Da geht noch was.“

Jetzt gar nicht unbedingt im Sinne von höher, schneller, weiter.

Sondern eher als innere Frage:

Was bedeutet Freiheit eigentlich für mich?

 

    Ich bin nach Kreta gekommen, um frei zu sein

    Als ich nach Kreta gezogen bin, war Freiheit ein großer Teil meiner Motivation.

    Ich wollte ortsunabhängig arbeiten.
    Ich wollte Roadtrips machen.
    Ich wollte spontan sein können.
    Ich wollte mehr Meer, mehr Natur und mehr Selbstbestimmung in meinem Leben.
    Und ich wollte mich im Straßentierschutz betätigen.

    Und während ich mir das alles mehr oder weniger aufgebaut habe, habe ich gemerkt, dass das mit der Freiheit gar nicht so einfach ist.

    Denn während ich mir einerseits ein freieres Leben geschaffen habe, habe ich mir gleichzeitig auch Verantwortung aufgebaut.

     

    Die Sache mit den Katzen

    Mittlerweile kümmere ich mich regelmäßig um rund 60 Katzen.
    Einige davon leben bei mir.
    Andere kommen täglich zum Fressen vorbei.
    Wieder andere leben in den Straßenkatzenkolonien, die ich betreue.

    Und natürlich mache ich das freiwillig.

    Niemand verlangt es von mir.

    Ich habe mich selbst dafür entschieden.

    Und trotzdem gibt es Momente, in denen ich merke:

    Diese Verantwortung beeinflusst auch meine Freiheit.

     

    Freiheit oder Verantwortung?

    Schließen sich Freiheit und Verantwortung eigentlich aus?

    Oder gehören sie vielleicht sogar zusammen?

    Wo setzen wir uns selbst Grenzen?

    Wie viele Grenzen existieren eigentlich wirklich?

    Und wie viele davon existieren nur in meinem Kopf?

    Natürlich brauchen die Katzen Futter.
    Natürlich brauchen sie Versorgung.

    Aber gleichzeitig habe ich auch Menschen um mich, die ich um Unterstützung fragen kann.

    Und trotzdem war lange die Vorstellung da:

    👉 Ich kann nicht weg.
    👉 Ich darf nicht weg.
    👉 Ich sollte nicht weg.

    Die Frage ist nur:

    Stimmt das wirklich?

    Oder ist das einfach eine Geschichte, die ich mir selbst erzähle?

     

    Loslassen

    Mit dem Thema Freiheit ist für mich auch das Thema Loslassen verbunden.

    Loslassen von Kontrolle.
    Loslassen von Verantwortung.
    Loslassen von Schuldgefühlen.
    Loslassen von Erwartungen.

    Und vielleicht auch loslassen von der Vorstellung, dass immer alles von mir abhängen muss.

    Das klingt einfacher, als es ist.

    Denn oft steckt hinter Verantwortung auch:

    Verbindung.

    Wir kümmern uns um Menschen oder Tiere, weil sie uns wichtig sind.

    Und genau deshalb fällt Loslassen manchmal so schwer.

     

    Wenn alte Themen wieder auftauchen

    Was ich an diesem Roadtrip spannend fand:

    Eigentlich ging es gar nicht nur um Katzen.

    Es ging um etwas viel Grundsätzlicheres.

    Um die Themen, die immer wieder auftauchen.

    Die Gedanken.
    Die Gefühle.
    Die Fragen.

    Jene Themen, bei denen man merkt:

    „Da steckt noch etwas dahinter.“

    Vielleicht etwas, das man noch nicht ganz verstanden hat.
    Vielleicht etwas, das man bisher erfolgreich verdrängt hat.
    Oder etwas, das gerade dabei ist, sich zu verändern.

     

     

    Ist Freiheit komplette Unabhängigkeit?

    Freiheit kann bedeuten, jederzeit alles tun zu können.

    Freiheit kann auch bedeuten, Entscheidungen treffen zu können, die sich für mich richtig anfühlen.

    Und dazu gehört manchmal auch Verantwortung.

    Dazu gehört Verbindung.

    Und vielleicht auch manchmal Verpflichtung.

    Womöglich wählt man oft tatsächlich freiwillig etwas, das sich  wie eine Einschränkung anfühlt.
    Weil es einem auch gleichzeitig ganz viel gibt. 

     

    🎧 Zur Podcastfolge

    In der aktuellen Podcastfolge nehme ich dich mit in meine Gedankenwelt rund um Freiheit, Verantwortung, Loslassen und die Frage, ob manche Grenzen vielleicht nur in unserem eigenen Kopf existieren.

     

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    Gibt es etwas in deinem Leben, das du freiwillig gewählt hast und das sich manchmal trotzdem wie eine Einschränkung anfühlt?