Was passiert eigentlich, wenn ein Traum Realität wird?

Wenn „Ich zieh ans Meer“ nicht mehr nur eine Idee bleibt, sondern dein Alltag wird?

Seit vier Jahren lebe ich nun auf Kreta.
Ich arbeite hier, zahle hier meine Steuern, kümmere mich täglich um Straßenkatzen – und wache mit Panorama-Meerblick auf.

Und wenn ich so aufs Meer schaue, denke ich mir manchmal:
Ja, das ist wirklich mein Leben.

Manchmal staune ich selbst darüber.
Und manchmal ist es einfach nur … normal.

 

Zwischen „Wow, das geht wirklich?“ und „Ja klar, machen doch viele.“

In den letzten Jahren haben mir immer wieder Menschen geschrieben, dass mein Weg sie inspiriert.

Ich bekomme Nachrichten wie:
„Danke für die Inspiration.“
„Das hat mir Mut gemacht.“
„Es spornt mich an, zu sehen, dass es wirklich funktionieren kann.“

 

Und gleichzeitig gibt es diese Momente auf meiner abendlichen Straßenkatzenrunde, wenn mich Urlauber fragen:

„Sie wohnen wirklich das ganze Jahr hier?“
„Also ganz weg aus Österreich?“

Da liegt oft eine Mischung aus Neugier und Unglauben in der Luft.
So als hätte ich etwas besonders Außergewöhnliches gemacht.

 

Und dann gibt es hier in Chania die digitale Nomaden-Bubble, in der es völlig normal ist, zwei Jahre hier zu leben und nächstes Jahr weiterzuziehen.

Zwischen diesen beiden Welten stehe ich irgendwo dazwischen.

 

Dreamlife vs. Alltag

Ich fühle mich definitiv nicht (mehr) als digitale Nomadin.
Auch wenn ich oft so bezeichnet werde.

Ich arbeite zu 90 % von meinem Schreibtisch in Kalamaki.
Ich zahle hier in Griechenland meine Steuern.
Ich bin hier versichert.
Und ich kümmere mich täglich um rund 60 Katzen, von denen einige inzwischen offiziell bei mir wohnen.

Das entspricht jetzt nicht unbedingt dem klassischen Nomadentum. 😄

 

Inspiration ist oft kleiner, als wir denken

Und vielleicht liegt genau darin der Punkt. Dass es nicht darum geht, irgendein „Etikett“ zu tragen, wie digitale Nomadin oder Auswanderin.

Sondern darum, sein Leben so zu gestalten, wie es für einen selbst Sinn macht –
und allein dadurch schon andere zu „inspirieren“.

Vielleicht muss Inspiration gar nichts Großes sein.

Vielleicht ist es einfach dieser eine Moment, in dem jemand merkt:

„Ah. Das ist also möglich.“
„So geht’s also auch.“
„Es geht wirklich.“

Und manchmal reicht genau so ein kleiner Gedanke, um eigene Träume nicht länger aufzuschieben. 💟