Ich dachte lange, ich suche Freiheit. Doch vielleicht ging es mir die ganze Zeit um etwas anderes: Verbindung. Gedanken über das Suchen im Außen und Innen. Eine Podcastfolge, die eigentlich gar nicht geplant war.
Manchmal entstehen die besten Gedanken genau dann, wenn der ursprüngliche Plan nicht funktioniert.
So war es zumindest bei dieser Podcastfolge.
Ich war an einem Fluss auf Kreta unterwegs und wollte eigentlich Kurzvideos für YouTube drehen. Ich hatte Ideen, Pläne und ziemlich genaue Vorstellungen davon, was ich an diesem Tag machen wollte.
Nur: Es funktionierte nicht.
Und irgendwann habe ich aufgehört, es erzwingen zu wollen.
Stattdessen setzte ich mich an den Fluss – und plötzlich war da ein ganz anderes Thema.
Wonach suche ich eigentlich?
Ich habe mich selbst lange als jemanden gesehen, der nach Freiheit sucht.
Vielleicht ist das auch nicht besonders überraschend. Ich habe mein früheres Leben in Österreich hinter mir gelassen, bin nach Kreta gezogen, arbeite selbstständig und habe mir ein Leben aufgebaut, in dem ich so einige Entscheidungen ziemlich frei treffen kann.
Und Freiheit ist mir nach wie vor unglaublich wichtig.
Trotzdem frage ich mich in letzter Zeit immer öfter:
Was, wenn Freiheit gar nicht das Einzige ist, wonach ich gesucht habe?
Was, wenn darunter noch etwas anderes liegt?
Bei mir taucht dabei immer wieder ein Wort auf: Verbindung.
Verbindung zu anderen Menschen. Aber auch Verbindung zu mir selbst.
Und damit wurde aus einem Nachmittag, an dem ich eigentlich ein paar Kurzvideos produzieren wollte, plötzlich eine ziemlich große Frage. 💫
Wenn die Suche im Außen beginnt
Ich glaube, wir suchen ziemlich viel im Außen.
Nach Orten, Menschen, Erlebnissen, Antworten oder nach einem Leben, von dem wir glauben, dass es sich endlich richtig anfühlen wird.
Ich kenne das jedenfalls ziemlich gut.
Nur reisen die eigenen Ängste, Zweifel und Muster leider meistens mit. Egal, wie schön der neue Ort ist. 💥
Und vielleicht ist deshalb nicht nur interessant, was wir suchen, sondern auch, warum wir es suchen.
Welche Bedürfnisse stecken dahinter? Welche alten Muster? Und wie viel von dem, was wir uns vom Außen wünschen, hat eigentlich mit uns selbst zu tun?
Fertige Antworten darauf habe ich nicht.
Aber inzwischen ziemlich viele Gedanken.
Sich selbst ein bisschen öfter erwischen
In der Folge geht es deshalb nicht nur um Freiheit und Verbindung.
Ich spreche auch darüber, wie fordernd es manchmal sein kann, wirklich man selbst zu sein. Über Rollen, die wir einnehmen. Über Ängste und Zweifel. Und über Strategien, die wir irgendwann entwickelt haben, um manche Situationen nicht ganz so intensiv fühlen zu müssen.
Bei mir ist eine davon zum Beispiel das Lachen.
Ich bin grundsätzlich ein fröhlicher Mensch und lache viel. Aber irgendwann ist mir aufgefallen, dass ich auch dann lache, wenn mir eigentlich überhaupt nicht zum Lachen ist.
Ein Freund bezeichnete das einmal als meine Copingstrategie.
Und er hatte vermutlich gar nicht so unrecht. 😄
Eine andere Strategie von mir war übrigens: zählen.
Heute finde ich es spannend, solche Dinge überhaupt erst einmal zu bemerken. Nicht sofort alles ändern oder analysieren zu müssen, sondern sich selbst dabei zu erwischen:
Ah. Interessant. Das mache ich also gerade wieder.
Wenn Pläne nicht funktionieren
Und dann gibt es noch diese andere Sache, die ich in dieser Podcastfolge aufgreife:
Pläne, die nicht aufgehen. 😂
Manches ärgert mich im ersten Moment. Manches ist peinlich. Manchmal brauche ich Hilfe, obwohl ich die Situation viel lieber selbst gelöst hätte.
Und manchmal stellt sich erst später heraus, dass genau dadurch etwas entstanden ist, das ich sonst verpasst hätte.
Die berühmten zwei Seiten der Medaille.
Selbst diese Podcastfolge gäbe es vermutlich nicht, wenn mein ursprünglicher Plan an diesem Tag funktioniert hätte.
Vielleicht muss also auch nicht immer alles sofort einen Sinn ergeben.
Eine Folge ohne fertige Antworten
Diese Folge ist spontan entstanden und vielleicht gerade deshalb eine sehr persönliche.
Es geht ums Suchen und Finden. Um Freiheit und Verbindung. Ums Ärgern und Loslassen. Ums Hilfe-Annehmen, um Ängste, Zweifel und alte Muster.
Und um die Frage:
Was, wenn wir jahrelang nach etwas suchen – und irgendwann feststellen, dass es vielleicht gar nicht das war, was uns eigentlich gefehlt hat?
Ich weiß nicht, ob ich darauf schon eine Antwort habe.
Aber vielleicht muss ich die gerade auch gar nicht haben. 🌊
Zur Video-Podcastfolge:
🎧 Apple: Working with Sea View – Crete & Beyond – Video-Podcast – Apple Podcasts
🎬 Youtube: Was, wenn du jahrelang nach dem Falschen suchst? | Gedanken aus Kreta 🌊
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