Vier Jahre.
VIER. JAHRE.
Seit März 2022 lebe ich auf Kreta.
Und manchmal kann ich es selbst kaum glauben.
Vor vier Jahren habe ich mir in Kalamaki ein Zimmer genommen.
Mit Panoramameerblick.
Und mit einer Mischung aus Euphorie, Schiss und einem „Schauen wir mal, was passiert.“
Ich wollte ans Meer.
Und das nicht nur als Urlauberin.
Aber warum eigentlich?
Warum zieht es viele von uns ans Meer?
Warum treibt es so viele Menschen immer wieder Richtung Meer? 🌊
Weil wir frei sein wollen?
Weil wir hoffen, dass sich dort alles leichter anfühlt?
Oder weil dieses berühmte „Auf der anderen Seite ist das Gras grüner“-Gefühl einfach laut genug wird?
Wahrscheinlich ist die Antwort selten Schwarz oder Weiß.
Bei mir war es ein Mix aus Sehnsucht, Neugier, Unruhe und dem Gefühl:
Da geht noch was.
Wenn ein Traum Alltag wird
Heute sitze ich hier mit Meerblick vom Schreibtisch aus.
Der Sandstrand ist nur ein paar Meter entfernt.
Wunderschöne Sonnenuntergänge gehören zu meinem Alltag.
Ich schätze das alles so sehr und liebe mein Leben hier generell. ❤️
Und genau deshalb ist das Paradoxe daran:
Ich nehme es nicht jeden Tag bewusst wahr.
Weil es normal geworden ist.
Was früher Sehnsucht war, ist heute Gewohnheit.
Scheinbar gewöhnen wir uns sogar an unsere größten Träume.
Gewöhnen wir uns an alles?
Ich ertappe mich manchmal dabei, wie ich denke:
„Ist das wirklich mein Leben?“
Und gleichzeitig:
„Ja eh. Ganz normal.“
Und vielleicht ist genau das sehr menschlich.
Dass Sehnsucht nicht verschwindet.
Sie verändert nur ihre Richtung. 🧭
Vom Meer in die Berge.
Von diesem ins nächste Abenteuer.
Von einem Lebensabschnitt in den nächsten.
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