Kurztrip nach Wien 

Ich bin letzte Woche seit längerer Zeit mal wieder nach Wien geflogen.

Einerseits zur 15-Jahresfeier vom NPO Frauennetzwerk und um meine Kolleg:innen von Menschen für Menschen wiederzusehen.

Und andererseits, um meine Mama abzuholen. Denn sie ist seit rund 25 Jahren nicht mehr gereist und hat mich nun zum ersten Mal auf Kreta besucht.

Ich konnte es selbst erst glauben, dass sie wirklich kommt, als wir gemeinsam im Flieger saßen. 😄

 

Wiedersehen in Wien

Die Tage in Wien waren voll mit Wiedersehen, neuen Begegnungen und sehr vielen Emotionen.

Ich habe Kolleg:innen und Freunde wiedergesehen, mit denen ich teilweise seit vielen Jahren verbunden bin, obwohl wir uns meistens nur mehr online sehen.

Und es war sehr schön zu merken, dass manche Verbindungen einfach bestehen bleiben, auch wenn man mittlerweile in einem anderen Land lebt.

     

    Donau, Nostalgie & Flashbacks

    Was mich allerdings komplett überrascht hat:

    Wie nostalgisch ich plötzlich geworden bin.

    Vor allem an der Donau.

    Dort bin ich früher oft gesessen, wenn ich Sehnsucht nach Kreta hatte.
    Ich habe auf die Schiffe geschaut und davon geträumt, irgendwann einmal wirklich dort zu leben.

    Und diesmal stand ich wieder genau dort, entlang vom Kai, vor den Touristenschiffen.
    Nur mit dem Unterschied:

    Ich lebe mittlerweile tatsächlich auf Kreta.

    Und trotzdem hat mein Kopf dieses Gefühl zuerst gar nicht richtig gecheckt.

    Es war fast so, als wäre ich wieder die Lydia von früher, die noch in Wien wohnt und die sehnsüchtig davon träumt, irgendwann wegzugehen.

    Bis ich mir innerlich irgendwann selbst sagen musste:

    „Hey… du wohnst mittlerweile wirklich auf Kreta.“

    Das war ein total intensives und auch schräges Gefühl.

     

    Meine Mama auf Kreta

    Und dann kam meine Mama zum ersten Mal nach Kreta mit. Nach rund 25 Jahren ohne Flugreise. Ich hab selbst lange nicht geglaubt, dass sie das wirklich macht. 

    Aber wir hatten tatsächlich eine tolle Zeit zusammen.

    Wir waren rundum Chania unterwegs, sind mit einem Glasbodenboot und mit einem Fun Train gefahren, waren oft essen, haben kleine Ausflüge unternommen und sie hat einige meiner Nachbarn und Freunde kennengelernt.

    Und ich glaube, sie hat Kreta durchaus genossen.
    Auch wenn ihr das Meer nachts ein bisschen zu laut war. 😄

     

    Dinge, die irgendwann selbstverständlich wirken

    Was ich durch diese Tage wieder so richtig gemerkt habe:

    Wie schnell Dinge selbstverständlich werden. Selbst Dinge, die man sich früher so sehr gewünscht hat.

    Beziehungsweise, dass man manches gar nicht so richtig realisiert.

    Vor ein paar Jahren bin ich noch in Wien an der Donau gesessen und habe sehnsüchtigst davon geträumt:

    • auf Kreta zu leben
    • remote zu arbeiten
    • Meerblick zu haben
    • im Straßentierschutz mitzuhelfen
    • mich einfach frei zu fühlen

    Und heute sitze ich genau da.
    Auf meinem Balkon auf Kreta.

    Mit Meerblick.
    Mit meinen Katzen.
    Ich arbeite remote.
    Habe sogar einen eigenen Podcast.
    Und jetzt auch ein Auto, was mir immenses Freiheitsfeeling gibt.

    Und ich vergesse manchmal, was die letzten Jahre eigentlich alles passiert ist.
    Was das alles für ein Prozess war.

     

    Vielleicht kennst du das auch

    Vielleicht gibt es auch in deinem Leben Dinge, die für dich mittlerweile „normal“ geworden sind, obwohl du sie dir früher so sehr gewünscht hast. Oder du realisierst nicht mal so richtig, was du dir schon so alles erfüllt hast.

    Vielleicht hast du dich beruflich verändert.
    Vielleicht bist du mutiger geworden.
    Vielleicht bist du aus einer Situation rausgewachsen, die dir nicht mehr gutgetan hat.

     

    🎧 Zur Podcastfolge

    In meiner neuen Podcastfolge nehme ich dich mit:

    • auf meinen Kurztrip nach Wien
    • zurück nach Kreta mit Mama auf Besuch
    • und in meine Gefühlsachterbahn

    Am Ende der Episode teile ich Live-Audioaufnahmen direkt aus Wien, die ziemlich ungefiltert zeigen, wie sich diese Tage für mich angefühlt haben.

     

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    Und vielleicht erinnert diese Folge auch dich daran, einmal kurz innezuhalten und zu reflektieren, was du in den letzten Jahren eigentlich für dich alles realisiert hast?