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schmusen mit einer Straßenkatze in Agia Galini

Warum Wien und Kreta?

Ohne zu ahnen, wie sehr ich mich in Wien verlieben würde, zog ich mit 22 Jahren in die Bundeshauptstadt. Wien hat mich, seitdem ich im Boutiquehotel Stadthalle an der Rezeption zu arbeiten begonnen habe, nicht mehr losgelassen. Es folgte das Studium der Internationalen Entwicklung und ein Wechsel des Arbeitsplatzes zur NGO Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe. In Wien lernte ich schließlich auch meine zwei bisherigen Lebenspartner kennen. Mein zweiter Lebenspartner stammte von Kreta ab, wodurch auch ich eine Beziehung zu der griechischen Insel aufgebaut habe.

Kreta hat eine immense Anziehung auf mich. Während ich anfangs mit der Andersartigkeit zu kämpfen hatte, sind es jetzt genau diese Unterschiede zum Leben in Wien, die mich noch immer an einem Bein auf Kreta festhalten – die Mentalität, die Lebensgewohnheiten und das gesamte Flair der Insel. Vor allem ist es das Pendeln zwischen diesen zwei „Welten“, das mich inspiriert. Für mich macht es die Mischung aus: Meer – Donau, Palme – Tanne, Strand – Wald, Arbeit am PC – Reisen, Cocktails – Punsch, Gewohntes – Neues, Heimat – Abenteuer.

Regelmäßig Zeit als virtuelle Assistentin und Reiseleiterin auf Kreta zu verbringen, ohne mich für Straßentierschutz zu engagieren, kommt für mich nicht in Frage.

Warum virtuelle Assistentin?

Ich erledige gerne diverse Arbeiten am Computer – von der Pflege von Datenbanken, über das Erstellen von Präsentationen bis zum Kreieren von Grafiken mittels Canva. Durch meine jahrelange Tätigkeit an der Rezeption im Front- und Backoffice als auch im Bürowesen bringe ich diesbezüglich bereits viel an Erfahrung mit.

Der Vorteil, den mir die virtuelle Assistenz bietet, ist, dass ich die Arbeit ortsunabhängig und meist auch zeitlich ziemlich flexibel gestalten kann. Dies ermöglicht es mir, sowohl in Wien, als auch auf Kreta zu arbeiten und mir die Arbeit so einzuteilen, dass noch ausreichend Zeit für die aktive Beteiligung am Tierschutz bleibt.

Zusätzlich zur Umsetzung von administrativen Tätigkeiten, ist es für mich auch spannend, immer wieder mit neuen Kunden in neuen Bereichen zusammenzuarbeiten. Dadurch entsteht für mich die Möglichkeit Neues zu lernen, meinen Horizont zu erweitern und mich weiterzuentwickeln. Es freut mich sehr, dass die virtuelle Assistenz die Möglichkeit bietet, mehrere tolle Projekte, Initiativen und UnternehmerInnen unterstützen zu können. Meine verschiedenen Interessen als virtuelle Assistentin zu kombinieren und ortsunabhängig zu arbeiten, motiviert mich sehr und gibt mir eine große Antriebskraft.

Ein besonderes Anliegen ist es mir, als virtuelle Assistentin Menschen zu unterstützen, die selbst ihre Herzensprojekte realisieren und durch ihre Initiativen bzw. Unternehmen sich selbst entfalten wollen.

 

 

Warum Reisebegleiterin?

Geht es nicht immer um das Lebensgefühl, das hinter einer Sache steckt? Um ein Gefühl der Freiheit, des Abenteuers, des Erkundens einer anderen “Welt” und darum, seine Komfortzone für eine Weile zu verlassen?

Ich kenne das Gefühl, das man auf Reisen erlebt, sehr gut. Nach der Matura bin ich mit einer Freundin ein halbes Jahr durch Australien und Neuseeland gereist. Die Jahre danach folgten weitere Reisen nach Singapur, Bali, Jamaica, Cuba, Kalifornien, Ecuador, Peru, Kenia, … Zwischen meinen Reisen habe ich in verschiedenen Winterskiorten in Österreich als Rezeptionistin gearbeitet und bin dadurch, auch wenn ich nicht reiste, dem Tourismus treu geblieben. 

Durch meine Reisen hat sich mein Horizont erweitert und ich habe wahrgenommen, was mir zuvor noch nicht so bewusst war – den unterschiedlichen Lebensstil der verschiedenen Kulturen und die wahnsinnige Ungerechtigkeit auf der Welt. Dies hat mich dazu angetrieben, genauer zu erkunden, warum die Welt denn so ist, wie sie ist. Deshalb entschloss ich mich, Internationale Entwicklung zu studieren. Ich hatte das Glück, passend zu meinem Studium im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit einen neuen Beruf zu finden, nämlich bei der NGO Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe. Die Lust zu reisen hat mich währenddessen allerdings nie losgelassen und der Bezug zum Tourismus ist geblieben. Mein Reiseziel war die letzten Jahre allerdings fast immer das Gleiche: Kreta.

2019 beschloss ich, zusätzlich auch wieder im Tourismus Fuß zu fassen. 2020 absolvierte ich schließlich die Ausbildung zur Reisebegleiterin bei der Reiseleiter-Akademie in Wien. Ich mag es zwar auch, vor Ort in Hotels zu arbeiten, Gäste zu beraten und für ihr Wohl zu sorgen. Doch noch interessanter ist es für mich, mit reiselustigen Menschen gemeinsam die Gegend zu erkunden.

Warum Tierschutz?

Ich bin mit Katzen aufgewachsen. Meine Mama und ich hatten auch Wellensittiche und einen Hamster als Haustiere. Schon im Kindergartenalter rettete ich Regenwürmer von der Straße. Im Volksschulalter brachte ich unserem Direktor, der einen Bauernhof hatte, auf dem Gehsteig abgestürzte Jungvögel in die Schule mit. Und ich kann mich noch gut daran erinnern, wie meine Freundin und ich ungeplant ein paar Stunden später in der Disko ankamen, weil wir am Weg dorthin Kröten von der Straße einsammelten. Und als ich studierte, verpasste ich eine Vorlesung, weil ich damit beschäftigt war, ein entlaufenes Frettchen einzufangen.

Tiere und deren Schicksale waren mir von klein auf nicht egal. Vermutlich war es meine Liebe zu Tieren, die mich zu meiner Freundin, Arbeitskollegin und Vereinskollegin Bettina geführt hat. Wir haben im Dezember 2017 unseren gemeinsamen Tier- Arten- und Naturschutzverein AKUPARA gegründet. 

Aufgrund meiner Aufenthalte auf Kreta über die letzten Jahre hinweg, knüpften wir mit dem Verein APAL – Animal Protection and Lifeline Finikas auf Kreta und dem TEAM M.I.A.U. in Wien, welches ich aufgrund einer Flugpatenschaft kennenlernte, unsere Bande. Zudem stehen einige Kooperationen im Wildtiermanagement und im Naturschutz auf unserer Liste.

Mir ist bewusst, dass Tierschutzarbeit oft mit einem Tropfen auf dem heißen Stein verglichen wird. Doch solch eine Aussage gilt für mich nicht wirklich, denn jedes einzelne Schicksal zählt. Einem Straßentier zu helfen, verändert zwar nicht die Welt, aber es kann die Welt für dieses eine Tier verändern. Und je mehr Menschen genau so denken, desto mehr kann bewegt werden. Wie der griechische Philosoph Choirilios schon im 5. Jhdt. vor Christus sagte: „Steter Tropfen höhlt den Stein.“ Ständiger, aktiver Einsatz lässt aus einer kleinen Mulde irgendwann eine große Grube werden.

Die Tiere nur zu bemitleiden, bringt nichts – es bedarf Handlungen.
Wie beispielsweise die Tierschutzarbeit von APAL auf Kreta.
Zudem gibt es viele GriechInnen, die die Situation ändern möchten, allerdings aufgrund zu wenig Unterstützung aufgegeben haben und sich chancenlos fühlen. Was es demnach braucht, ist ein Tierschutznetzwerk, in dem viele Hotels, Restaurants und Shops und schließlich die Gemeinde-Behörden selbst, involviert sind und dass Strafen betreffend Tierquälereien tatsächlich umgesetzt werden.

Kreta ist nur ein Beispiel. Es gibt überall Menschen die Tiere lieben und zugleich jene, die sie hassen oder zumindest nicht wertschätzen.

Warum Nachhaltigkeit?

Durch die vielseitige Verwendung des Wortes Nachhaltigkeit in verschiedenen Themenbereichen weiß keiner mehr so richtig, wovon tatsächlich gesprochen wird, wenn es um Nachhaltigkeit geht.

Ich habe mich mit dem Thema Nachhaltigkeit intensiv in meiner Masterarbeit auseinandergesetzt.
Masterarbeit lesen

Ich verstehe jedenfalls Nachhaltigkeit als einen sehr weiten Bereich und vor allem in  zweierlei Hinsicht:

– Einerseits fallen für mich sämtliche Maßnahmen, die sich um Umweltschutz bemühen, in diese Kategorie. Beispielsweise Naturschutz, Tierschutz, Artenschutz, Schutz des Meeres, Klimaschutz, biologische Produktion, Fair Trade, Green Events, bewusstseinsbildende Veranstaltungen…

– Andererseits verstehe ich darunter Maßnahmen, die sich um Hilfe zur Selbsthilfe bzw. Solidarität bemühen und eine anhaltende Wirkung zum Ziel haben. Was Nachhaltigkeit also nicht entspricht, ist die Verteilung von Almosen und somit ein kurzfristiger Beitrag zur Besserung der Lebenssituation von Menschen oder Tieren. Sondern nachhaltig bedeutet, dass die Hilfeleistungen einen anhaltenden bzw. dauerhaften Nutzen bringen.

Es ist eine Herzensangelegenheit von mir, bei beiderlei Initiativen mitzuwirken.

Ich muss aber auch vollständigkeitshalber dazusagen, dass ich kein Mensch bin, der selbst zu 100 % nachhaltig lebt, sich vegan ernährt und dessen Handlungen sich rein auf gute Taten beschränken. 😀
Ich denke, dass die Forderung an sich selbst, sich zu 100% treu zu sein, viele dazu bringt, sich schlecht zu fühlen und den Hut zu werfen, sobald dann doch „gesündigt“ wird. Man verliert womöglich das Vertrauen in sich selbst, den Mut weiterzumachen, gibt auf, weil das Ganze ja sowieso nichts bringt, wenn man selbst nicht einmal schafft, „ideal“ zu leben.

Ich halte es deshalb für wirkungsvoller, wenn jeder einen kleinen Teil beiträgt, als ein paar wenige einen größeren. Jeder Mensch, so gut wie er kann und wie es ihm möglich ist. Ich bin dementsprechend Verfechterin des buddhistischen Prinzips des Mittleren Weges, das besagt, sich weder nur dem Genuss (Sinneswohl), als auch nur dem Verzicht (Selbstqual) hinzugeben.